An alle Bundestagsfraktionen

Platz der Republik

111011 Berlin

Betr.: Treibstoff-Preisentwicklung – wir verlangen sofortige Hilfen für die Unternehmen!

Sehr geehrte Damen und Herren,

Massive Preissteigerungen der Kraftstoffe gefährden die Existenz der kleinen und mittleren Speditionsbetriebe.
Wir erwarten als Bundesverband die umgehende Gegensteuerung und Unterstützung durch die Politik. Bitte bedenken Sie, dass die Mehrkosten für diese Preisentwicklung sich monatlich bei ca. 2.000€ pro LKW-Zug belaufen; macht bei 10 Fahrzeugen ca. 20.000€.
Dies ist für kleine und mittlere Betriebe kaum mehr zu stemmen – waren nicht schon manche an den Auswirkungen der Corona-Krise in die Insolvenz gerutscht oder davon bedroht, bedeutet der jetzige Zustand für viele Unternehmen das endgültige AUS.

Während in anderen Ländern die Politik den gebeutelten Spediteuren unter die Arme greift und u.a. die Mineralölsteuer senkt, ist hierzulande das große Schweigen der Politik zum Sterben der heimischen Spediteure und des Mittelstands.
Die Lieferketten werden spätestens zu Weihnachten 2021 zusammenbrechen; bereits jetzt kommt es angesichts der Prognosen und Berichten aus England zu Unruhe in der hiesigen Bevölkerung zu ersten Panikeinkäufen.
Wenn die LKW`s nicht mehr fahren können, dann sind die Geschäfte leer.
Sie haben es in der Hand, diese Zustände zu vermeiden.
Sie haben dazu beizutragen, dass die Versorgung der Industrie und Bevölkerung sichergestellt ist und nicht Tausende von Arbeitsplätzen verloren gehen.

Der Bundesverband Logistik & Verkehr - BLV-pro e.V. fordert daher eine umgehende Entlastung durch eine temporäre Senkung der Mineralölsteuer und Deckelung der Preise.
Diese Forderung ist öffentlich einsehbar.

Mit freundlichen Grüßen
Bundesverband Logistik & Verkehr-pro (BLV-pro) e.V.

gez. Konstantin Popov

Zurück